Das Technikum für...

Stimmen und Meinungen zum Technikum

Foto: Anette Shavan

Prof. Dr.  Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung:

"Ein zentrales Ziel unserer Politik ist es, den wirtschaftlichen Wohlstand in unserem Land zu sichern und auszubauen. Das wird uns nur mit gut ausgebildeten Fachkräften, insbesondere aus dem technischnaturwissenschaftlichen Bereich, gelingen. Mit dem Technikum motivieren wir mehr junge Menschen, ein Studium der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Ingenieurwissenschaften aufzunehmen. Damit tragen wir zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses bei und investieren in die klugen Köpfe von morgen."

Foto: Hans-Jörg Bullinger

Prof. Dr.-Ing. Hans-Jörg Bullinger, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft:

"Mit dem Technikum können wir jungen Menschen die Faszination der Spitzenforschung nahebringen. Ist der Funke erst einmal übergesprungen, ist das Technikum mit seiner pädagogischen Begleitung eine ideale Vorbereitung für ein Hochschulstudium. Die Institute der Fraunhofer-Gesellschaft mit ihren intensiven Hochschulkooperationen bieten Studierenden sowie Absolventinnen und Absolventen vielfältige Einsatzmöglichkeiten und sind attraktive Arbeitgeber. Die Sicherung des Fachkräftenachwuchses ist auch unser Ziel: Mit dem Technikum steht uns ein neues Instrument zur Verfügung, um junge und leistungsbereite Menschen für die technisch-naturwissenschaftliche Forschung zu gewinnen."

Foto: Wolfram Ressel

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Wolfram Ressel, Rektor der Universität Stuttgart:

"Die Universität Stuttgart genießt den Ruf einer Spitzenuniversität. Um diesem Ruf gerecht zu werden, brauchen wir motivierte Studierende, insbesondere in den MINT-Fächern. Das Technikum ist für uns deshalb ein hervorragendes Rekrutierungsinstrumentarium. Es ergänzt unsere bestehenden Initiativen, um junge Menschen für die Universität Stuttgart zu begeistern und bietet in intensiver Weise die für den Studienerfolg notwendige Praxiserfahrung. Wer noch unsicher ist, was ihn in einem technisch-naturwissenschaftlichen Studium und Beruf erwartet, dem empfehlen wir ein Technikum."

Foto: Heinz-Gerhard Wente

Heinz-Gerhard Wente, Personalvorstand Continental AG:

"Das Technikum ist eine Investition in unseren Fachkräftenachwuchs, die sich doppelt auszahlt: Zum einen für die jungen Menschen im Praktikum, denen wir ermöglichen können, ihre Talente und Interessen zu erkennen und zu stärken. Zum anderen für uns, weil wir mit dem Technikum die Fachkräfte von morgen schon heute für unser Unternehmen und unsere Branche begeistern können."

 

Foto: Stefan Küpper

Stefan Küpper, Arbeitgeberverband Südwestmetall, Geschäftsführer Bildungspolitik:

"Viele Jugendliche sind sich nach ihrer Hochschulreife noch nicht sicher, was sie machen wollen. Mit dem Technikum haben wir die Chance, sie für technischnaturwissenschaftliche Studiengänge und Berufe zu gewinnen sowie für unsere Industrie zu begeistern. Betriebe, die beim Technikum mitmachen, sichern den Fachkräftenachwuchs, stärken die Zusammenarbeit mit Hochschulen und verschaffen sich handfeste Wettbewerbsvorteile."

Foto: Henning Kagermann

Prof. Dr. rer. nat. Dr.-Ing. E.h. Henning Kagermann, Präsident acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften:

"Für Jugendliche sind technische Berufe zu selten erste Wahl - weil sie nicht wissen, was auf sie zukommt. Das ergab das Nachwuchsbarometer der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften und des VDI. Für Schülerinnen und Schüler entsprechen technische Berufe kaum ihren Berufsidealen. Ganz anders sehen das Ingenieure und Naturwissenschaftler, die bereits im Job stehen. Hätten sie ein zweites Mal zu entscheiden, würden 90 Prozent wieder ihren Beruf ergreifen. Deshalb lasst junge Menschen selbst ausprobieren statt ihnen technische Berufe bloß zu präsentieren. Lasst sie ihre spätere Arbeit und die Kolleginnen und Kollegen selber kennenlernen. Das Nachwuchsbarometer zeigt, dass Praktika die wichtigste Informationsquelle für die Berufswahl sind. Das Technikum ist ein roter Teppich zur Berufspraxis: Selbstständig arbeiten Schülerinnen und Schüler mehrere Monate an eigenen Projekten. acatech unterstützt diese ausgezeichnete Initiative, weil sie jungen Menschen die Erfahrung ermöglicht, dass technische Berufe mehr halten als sie auf den ersten Blick versprechen mögen."

Foto: Hans Heinrich Driftmann

Prof. Dr. Hans Heinrich Driftmann, DIHK-Präsident:

"Besonders in Zeiten der Krise müssen wir an die Fachkräfte für morgen denken. Deutschland als High-Tech-Land im demografischen Wandel kann es sich nicht erlauben, dass selbst unter den technisch-naturwissenschaftlich besonders interessierten Schülerinnen und Schülern nur wenige ein Studium in den MINT-Fächern aufnehmen. Das Technikum ist hier eine Chance, um jungen Menschen die Faszination und Potenziale eines technisch-naturwissenschaftlichen Studiums nahezubringen. Betrieben und Hochschulen bietet es zusätzlich die Möglichkeit, enger miteinander zu kooperieren. Um aber das Interesse für Naturwissenschaft und Technik schon früher - nicht erst bei der Berufswahl - zu wecken, bieten die IHKs darüber hinaus das Internetportal www.ihk-tecnopedia.de an. Hier finden Lehrer Experimente, Unterrichtsmaterialien und Praxisangebote in Unternehmen, um ihren Unterricht spannend und anschaulich zu gestalten. Für jedes Alter vom Kindergarten bis zum Abitur bietet Tecnopedia so Naturwissenschaft und Technik zum Mitmachen."

Foto: Frank Hilbert

Benjamin Frank Hilbert, Vorsitzender der Bundesschülerkonferenz:

"Ich freue mich, dass man als Schülerin oder Schüler mit dem Technikum eine neue und gute Möglichkeit besitzt, die Zeit zwischen Schule und Studium sinnvoll zu nutzen. In dieser Zeit können Schülerinnen und Schüler praktische Erfahrungen und Ehrgeiz in einer der zahlreichen technisch-naturwissenschaftlichen Fachgebiete sammeln und bei der späteren Wahl des Studiengangs einfließen lassen. Es ist wichtig, dass wir der Schülerschaft interessante und hoch attraktive Angebote bieten. Das Technikum ist ein gutes Beispiel dafür. Wer denkt, es handelt sich beim Technikum nur um ein "normales" Praktikum, der hat sich geirrt. Das Technikum wird von ausgebildeten Mentorinnen und Mentoren und Pädagogen begleitet. Ein schönes Taschengeld und zahlreiche Angebote wie Workshops, Besuche an Universitäten und Kompetenzchecks sind nur ein Teil dessen, was die Teilnehmer erwartet. Also, mitmachen lohnt sich!"

Foto: Detlef Olschewski

Detlef Olschewski, Geschäftsführer Cleopa GmbH, Berlin (Technikum-Betrieb):

"Das Technikum hat uns vom Konzept her begeistert, weil wir hier als spezialisiertes Unternehmen Zugang zu technisch interessierten Jugendlichen erhalten. Im Rahmen des Technikums qualifizieren wir die Jugendlichen, die wir gern "Technikanten" nennen, und binden sie in unsere Arbeitsbereiche Energieberatung und Contracting ein. Dazu gehört die state-of-art-Fortbildung in den Bereichen Wärme- und Stromerzeugung, rationelle Lichttechnik und Klimatisierung. Der offene Umgang ermöglicht es, auch die Ideen der "Technikanten" mit einzubinden. Zusammen mit unserer Partnerhochschule, der Beuth Hochschule in Berlin, bieten wir ein attraktives Umfeld für ein Technikum, das wir selbstverständlich vergüten. Die ersten Erfahrungen zeigen: Das Technikum funktioniert und ist eine wertvolle Initiative, weil sich alle Beteiligten einbringen und gleichzeitig profitieren können. Wir selbst werden aktiv einen weiteren Technikumsplatz bewerben und als Unternehmen profitieren!"

Foto: Felix Simon

Felix Simon, Praktikant im Technikum in Berlin:

"Nach dem Abi in diesem Sommer wollte ich einen Einblick in die Berufswelt bekommen und mich über Praktika orientieren, welches Studium zu meinen Interessen und Fähigkeiten passt. Da kam das Technikum gerade richtig. Inzwischen habe ich das Praktikum begonnen und es macht richtig Spaß. Über die Arbeit im Betrieb bin ich ganz nah dran an den Problemen der Praxis und arbeite an den Lösungen selbst mit. Im Betrieb werde ich laufend unterstützt, so dass ich auch gut selbstständig an Themen arbeiten kann. Auch das Pädagogische Begleitprogramm zum Technikum bringt viel: Zum Beispiel habe ich gerade ein einwöchiges Seminar besucht und dabei schon mal einen Tag an der Uni verbracht. Außerdem habe ich den ProfilPass kennengelernt, ein Instrument, um die eigenen Stärken und Fähigkeiten zu dokumentieren. Wenn ich weiß, was ich kann, fällt mir die Entscheidung für ein Studium viel leichter. Dabei bringen mich meine Erfahrungen aus dem Technikum sicher weiter."

Foto: Tereza Driendl

Tereza Driendl, 13. Klasse, Leistungskurs Mathematik, Mitglied im "Techno Club" der Technischen Universität Berlin:

"Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich Luft- und Raumfahrttechnik oder Wirtschaftsingenieurwesen studieren möchte. Ein Technikum würde mir sicher helfen, Klarheit zu bekommen. Ich finde auch gut daran, dass es besonders für Mädchen gedacht ist: Viele von ihnen würden von alleine gar nicht auf die Idee kommen, ein MINT-Studium anzufangen."