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Das Technikum für...

Wichtige Fragen und Antworten rund ums Technikum

Was ist das Technikum?

Das Technikum ist ein mehrmonatiges Praktikum zur Studien- und Berufsorientierung für Jugendliche mit Hochschulreife. Es findet in Unternehmen oder außeruniversitären Forschungseinrichtungen statt, die naturwissenschaftlich-technisch ausgerichtet und in den sog. MINT-Branchen tätig sind, d. h.  Mathematik, Informatik, Natur- und Ingenieurwissenschaften bzw. Technik. Für das Technikum kooperieren Betriebe mit Hochschulen. Mit dem Technikum möchte das Bundesministerium für Bildung und Forschung junge Menschen für ein naturwissenschaftlich-technisches Studium begeistern und mehr MINT-Fachkräfte gewinnen.

Wie lange dauert ein Technikum?

Die Dauer eines Technikums beträgt in der Regel fünf bis acht Monate. Eine Verkürzung oder Verlängerung des Praktikumsvertrages ist jedoch nach Abstimmung mit der Service- und Programmstelle Technikum möglich.  Den Praktikumszeitraum vereinbaren Technikum-Betrieb und Praktikantin/Praktikant individuell miteinander.

Wer kann mitmachen und welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Es können sich sowohl Betriebe als auch Hochschulen und interessierte Jugendliche anmelden. Die Anmeldung ist unverbindlich.

Betriebe:
Potenzielle Technikum-Betriebe sind Unternehmen sowie außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. Sie müssen

  • Akademikerinnen und Akademiker beschäftigen, die ein MINT-Studium abgeschlossen haben,
  • der Praktikantin oder dem Praktikanten eine Mentorin oder einen Mentor zur Seite stellen,
  • mit einem MINT-Fachbereich einer Hochschule eine Kooperationsvereinbarung abschließen. Die Vereinbarung legt fest, in welcher Weise sich Technikum-Betrieb und Hochschule engagieren.

Registrierte Technikum-Betriebe können direkt Kontakt zu passenden Bewerberinnen und Bewerbern aufnehmen sowie eine Förderung beantragen. Sie beträgt monatlich 350 Euro pro Praktikantin oder Praktikant.

Hochschulen:
Mitmachen können alle Universitäten und Fachhochschulen, die technischnaturwissenschaftliche Fachbereiche haben - auch Berufsakademien mit akkreditierten MINT-Studiengängen. Voraussetzung ist, dass sie mit Betrieben kooperieren möchten. Hochschulen können nach Betrieben recherchieren, die beim Technikum mitmachen oder sich dafür interessieren, Technikum-Betrieb zu werden. Auch bereits bestehende Kooperationen mit Betrieben können sie für das Technikum einbringen.

Jugendliche:
Das Technikum ist ein Praktikum für junge Menschen mit Hochschulreife. Sie dürfen während des Praktikums weder an einer Hochschule eingeschrieben sein noch in einem Ausbildungsverhältnis stehen. Das Technikum ist ein Angebot, um die Übergangszeit nach der Schule zu strukturieren und die Studien- und Berufswahl zu erleichtern. Grundlage des Technikums ist ein Praktikumsvertrag zwischen Betrieb und Praktikantin/Praktikant.

Welche Fachbereiche umfasst das Technikum?

  • Bauingenieurwesen,
  • Vermessungswesen,
  • Geoingenieurwesen,
  • Biowissenschaften,
  • Chemie,
  • Elektro- und Informationstechnik,
  • Informatik,
  • Geowissenschaften,
  • Maschinenbau,
  • Verfahrenstechnik,
  • Mathematik,
  • Physik, Physikalische Technologien / Werkstoffe,
  • Wirtschaftsinformatik,
  • Wirtschaftsingenieurwesen.

Ausgeschlossen sind die Fachgebiete Agrar-, Ernährungswissenschaften und Landespflege (inklusive Forstingenieurwissenschaften) sowie Stadt- und Raumplanung und Architektur.

Betriebe, die das Technikum anbieten wollen, müssen Ingenieurinnen bzw. Ingenieure und/oder Wissenschaftlerinnen bzw. Wissenschaftler mit Studienabschluss in mindestens einem dieser Fachbereiche beschäftigen und eine Kooperation mit einem dieser Fachbereiche an einer Hochschule abschließen.

Können mehrere Praktika in verschiedenen Technikum-Betrieben absolviert werden?

Es ist möglich, dass ein Jugendlicher bzw. eine Jugendliche im Rahmen der Initiative Technikum mehrere Praktika absolviert. Die Praktikumsdauer darf pro Praktikum acht Monate nicht überschreiten und kann auf die individuelle Lebensplanung des bzw. der Jugendlichen angepasst werden. Es besteht z.B. die Möglichkeit zwei Praktika von jeweils drei und zwei Monaten in zwei verschiedenen Technikum-Betrieben zu absolvieren, die inhaltlich aufeinander aufbauen. In einem solchen Fall schließt der bzw. die Jugendliche jeweils einen Praktikumsvertrag mit den Technikum-Betrieben ab.
Technikum-Betriebe erhalten nach Beendigung eines Praktikums die vereinbarte Förderung von mtl. 350€, indem sie den Praktikumsvertrag mit Angabe der Praktikumsdauer bei der Service- und Programmstelle Technikum vorlegen.

Erhalten die Praktikantinnen und Praktikanten eine Vergütung?

Ja. Technikum-Betriebe vereinbaren eine "angemessene" Vergütung für das Technikum mit der Praktikantin/dem Praktikanten. Darüber hinaus regelt der Betrieb den Versicherungsschutz und stellt nach Ende des Technikums ein qualifiziertes Zeugnis aus.

Was ist das Pädagogische Begleitprogramm?

Das Pädagogische Begleitprogramm richtet sich an die Praktikantinnen und Praktikanten und findet außerhalb des Technikum-Betriebs statt. Es besteht aus E-Learning-Angeboten und Veranstaltungen. Das Programm bereitet die Praktikantinnen und Praktikanten intensiv auf ein MINT-Studium vor und bietet eine individuelle Potenzialdiagnose. Gleichzeitig können die Jugendlichen mit Trainings und Kompetenzchecks ihre Kenntnisse und Fähigkeiten besser kennenlernen und vertiefen.